Neujahrsempfang der Malteser im Bezirk Neckar-Alb

Foto: Tom Feigel

Die Malteser blicken auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2019 zurück. Hierzu luden die Malteser im Bezirk Neckar-Alb am vergangenen Donnerstag zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang im katholischen Gemeindezentrum St. Johannes nach Nürtingen ein. Zahlreiche befreundete Hilfsorganisationen, Vertreter aus der Politik und Freunde der Malteser folgten dieser Einladung.

Nürtingen – Esslingen / Reutlingen / Zollernalb: Der Kreisbeauftragte Thaddäus Kunzmann wies in seiner Ansprache auf die aktuelle Problematik der Notfallsanitäter hin: „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass sich unsere Mitarbeiter im Rettungsdienst bei der täglichen Patientenversorgung in einem rechtsfreien Raum bewegen.“.

Gastredner Dr. med. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, ging in seinem Vortrag ebenfalls auf die aktuelle Diskussion über das Notfallsanitätergesetz ein: „Arzt und Notfallsanitäter können nur gemeinsam eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung sicherstellen.“. Auch Miller sprach sich klar dafür aus, dass hier die Politik gefordert ist eine klare Regelung zu schaffen. Im Weiteren ging Miller auf die Reform der Notfallversorgung in Deutschland ein. Ziel dabei muss es sein, dass die etablierten Systeme spürbar entlastet werden. Die im Referentenentwurf vorgelegte Neuordnung der Notfallversorgung, in dem zukünftig eine zentrale Anlaufstelle für alle medizinischen Belange geschaffen werden soll, begrüßt Miller sehr.
Miller führte weiter aus, dass hier die Malteser maßgeblich beteiligt waren, da bereits seit 2004 im Landkreis Esslingen unter Beteiligung der Malteser Notfallpraxen an den Kliniken eingerichtet wurden und es seit 2012 auch den Malteser Fahrdienst für den Arzt im Hausbesuch gibt, welcher über die Rettungsleitstelle disponiert wird. Das System hat sich im Landkreis Esslingen bewährt und sei ein wichtiger Punkt in der ganzheitlichen Notfallversorgung.

Bezirksgeschäftsführer Marc Lippe blickte auf das vergangene Jahr zurück, welches für die Malteser erneut sehr einsatzreich war. Insgesamt rückte der Rettungsdienst in den Landkreisen Esslingen, Reutlingen und dem Zollernalbkreis zu 30.000 Einsätzen aus.
Auch die Entwicklung in den sozialen Diensten, dem Integrationsmanagement und im Bereich der Erste-Hilfe-Ausbildung sei sehr vorbildlich.